Klimacamp

Wo und wann?

Das Klimacamp 2008 findet in Hamburg statt. Im Kalender könnt ihr Euch den Zeitraum vom 15. bis zum 24. August grün anstreichen. Wir bitten Euch nochmals zu entschuldigen, dass hier eine falsche Info veröffentlicht wurde.

 

Für ein ganz anderes Klima

Das Klimacamp im Sommer 2008

Die Erde heizt sich von Jahr zu Jahr weiter auf. Inzwischen geht auch die Wissenschaft nahezu einhellig davon aus, dass schon in weniger als zehn Jahren mit einer Erderwärmung von zwei bis drei Grad zu rechnen ist, mit verheerenden Folgen für die gesamte Erde. Ein weltweiter Prozess ist im Gang, der starke Veränderungen der globalen Ökosysteme und eine Zuspitzung sozialer Verhältnisse und Gegensätze mit sich bringt.

Dass Klimawandel ein ökologisches Problem ist, ist mittlerweile erkannt worden. Beim G8-Gipfel im Sommer 2007 beispielsweise war Klimapolitik ein beherrschendes Thema. In Politik, Wirtschaft und Medien wird die Illusion verbreitet, dass eine so genannte „ökologische Marktwirtschaft“ das Problem Klimawandel lösen könne. Noch immer glauben viele Menschen an diese Botschaften. Ausgespart bleibt, dass die kapitalistische Art und Weise, zu leben und zu produzieren, die auf Wachstum und globalem Warentransport basiert, das Problem Klimawandel erst verursacht und nicht zu seiner Lösung beitragen kann. Ausgespart bleibt außerdem, dass sie soziale Gegensätze und Ungerechtigkeiten erzeugt hat, die Klimawandel nun verstärkt.

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Öko - Anarchistisches Barrio in HH

anders leben: selbstorganisiert, offen, radikal, von unten

Nachdem sich die Organisationsgruppe für ein Klima-Camp in der BRD in Frankfurt gespalten hat, wollen wir auf dem Hamburger Camp ein Öko-Anarchistisches Barrio organisieren, weil wir unsere Vorstellungen von einem herrschafts- und hierarchiekritischen Klima-Aktions-Camp dort nicht verwirklicht sehen.

Wir vermissen auf dem Camp in Hamburg die Präsenz der ursprünglichen Ideen und wollen darum dort intervenieren, um auch in Deutschland die Verhältnisse in Richtung einer radikalen Klimabewegung voranzubringen. Das nicht zuletzt, weil einige Menschen die nach der Erfahrung in England zum Klima-Aktions-Camp aufriefen und jetzt das Barrio mitorganisieren "englische Verhältnisse" durch das Camp in Hamburg nicht wirklich näher rücken sehen. Intervention verstehen wir hier deshalb nicht als Angriff, sondern als solidarische Kritik und Ergänzung unserer Meinung nach fehlender Aspekte:

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Veranstaltungsreihe in Berlin

Für August 2008 planen verschiedene linke Spektren in Deutschland mindestens ein großes Klima-Aktionscamp. Mit diesem Camp soll ein Kontrapunkt zum herrschenden Klimadiskurs gesetzt werden: Denn immer noch sehen Politiker_innen, Konzerne und große Teile der Umweltbewegung den Klimawandel als Problem, das vor allem durch technische Lösungen und individuelle Änderung des (Konsum-)Verhaltens gelöst werden kann.

Unserer Meinung nach muss ein wirklicher Klimaschutz auf eine Überwindung der herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse zielen: Denn nicht zuletzt die dem Kapitalismus immanente Wachstumslogik macht alle Erfolge von umweltschützenden Technologien und Konsumverzicht schnell wieder zunichte. Auf die Bedrohung durch die Folgen des Klimawandels, die auch hier immer greifbarer werden, folgt als Antwort der Herschenden die Durchkapitalisierung von immer neuen Teilen unserer Welt, sei es der Atmosphäre, der genetischen Vielfalt oder der Schätze des Meeresbodens.Alle Klimaschutzbemühungen von Merkel und Co. werden nicht dazu führen, unsere natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft und für alle Menschen zugänglich zu erhalten. Sie werden es viel mehr ermöglichen, dass jetzige Ausbeutungssystem noch einige Jahrzehnte länger aufrecht zu erhalten. Die ersten Verlierer_innen des Ganzen sind diejenigen, die den Klimawandel am wenigsten verschuldet haben: Die Menschen in den Ländern des Südens.

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Spaltung der Klimacampvorbereitung

Beim bundesweiten Vorbereitungstreffen in Frankfurt/ M. Anfang März ging ein Riss durch die Klimacamp-Orga-Gruppe. Mehrere Leute wollten sich sich nicht mehr an dem Prozess beteiligen, weil sie keine gemeinsame Basis zur Zusammenarbeit mehr sahen. Mit ihnen stiegen auch solid, grüne Jugend, attac und noya aus. Wenige Tage darauf verkündete dieser Kreis ihre alternativen Pläne: ein Klimacamp in räumlicher Nähe zeitgleich zum NoBorder-Camp in Hamburg.

Auf das Treffen in Frankfurt gab es naturgemäß unterschiedliche Sichtweisen. Diese möchten wir im folgenden in Ausschnitten dokumentieren:

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Gemeinsame Positionen

Als spektrenübergreifendes Projekt haben wir nicht den Anspruch alle Positionen der beteiligten Gruppen und Einzelpersonen bis ins Detail unter einen Hut zu bringen. Im Gegenteil: unsere Vielfältigkeit ist unsere Stärke!

Dennoch erschien und erscheint es uns notwendig, gemeinsame Positionen herauszuarbeiten, um eine Grundlage für unser gemeinsames Projekt "Klimacamp 2008" zu haben. 

Bisher haben wir dabei folgende Schnittmengen gefunden:

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